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Arzneisuche Gyrokopter USA

Arzneisuche in USA mit Gyrokopter, Reisebericht Robert Müntz
reise-gyro-muentz.jpg

Im Jahr 2009 unternehmen wir von Remedia (Robert Müntz und Christian Kurz) eine Flugreise quer durch den Amerikanischen Kontinent zur Arzneisuche.

Ziel der Reise ist es einerseits, zahlreiche botanische Gärten, Zoos und Tierfarmen zwecks Beschaffung von neuen, alten und vergessenen Arzneien für die Homöopathie aufzusuchen, andererseits mit zwei MT-03 Tragschraubern erstmals den Kontinent zu queren.

 

Tag minus 1: Donnerstag, 14. Mai 2009

4 Wochen im Gyrokopter quer durch AmerikaIm Moment versuchen wir an möglichst alles zu denken, das wir noch vergessen haben könnten. Aber Gott sei Dank fällt uns jetzt schon seit geraumer Zeit nichts mehr ein – dank einer schon im Vorhinein erstellten Checkliste. Im Bild rechts ist ein kleiner Eindruck, was Christian für die 4 Wochen alles so packt.

Das sind neben ein bisschen Wäsche, Kabeln, Netzwerkadapter, SPOT-Device, GPS, Handy, Helm, Überlebensset, Leatherman, ein bisschen Werkzeug, etc. vor allem der Wust an Dokumenten für die beiden Gyros, die viel Gewicht haben. Sicherheitshalber haben wir alle Dokumente gescannt und auf einem USB-Stick als PDF-Dateien gespeichert.

 

Kompakt gepackt für den GyrokopterRobert hat auch noch einen kleinen Laptop gepackt, mit dem wir Kontakt mit der Welt aufnehmen können, Wetterreports abfragen, Routen planen, etc. Dazu auch noch ein schmucker kleiner Drucker. Damit können wir nämlich die Luftfahrkarten aus dem Flightplanner ausdrucken, zu A5 großen Abschnitten falten und ins Kniebrett stecken. Mit den normalen, großen Luftfahrtkarten ist das Handling im Cockpit nicht möglich. Natürlich haben wir die aber aus legalen Gründen und zur genauen Flugplanung auch mit. Dazu kommt noch eine kleine Apothekerausrüstung (Handwaage, Reibschale, Pistill, Laktose, Äthanol, div. Behältnisse, etc.), mit der wir unterwegs im Gelände homöopathische Präperate herstellen können. Eine kleine digitale Kamera sowie eine HD-taugliche Helmkamera zum Filmen runden sozusagen das Bild ab.

Der größere Rucksack kommt auf den Rücksitz, die schwarze Tragtasche (dzt. mit meinem Helm, dann aber mit allem, was im Gyro bleiben kann) unter den Rücksitz und der kleine Rucksack vorne neben meine Beine. Alles zusammen wiegt 15 kg. Mit allem drum und dran komme ich so bei vollen Tanks auf max. 411 kg. Das sollte genug Performance geben, um auch über die Rockies zu kommen. Notfalls tanken wir nur halb voll und machen kürzere Etappen. Oder schicken etwas an Gepäck mit der Post zurück.

Morgen, 6:30 Uhr geht's zum Flughafen nach Wien. Um 15:00 Uhr kommen wir in Boston an, holen unseren Mietwagen ab, fahren erst mal nach Lawrence (ca. 40 km nördlich von Boston) und checken in ein Hotel. Am Samstag sollten dann die Gyros im Container nach Lawrence kommen. Dann geht's erstmal ans Auspacken und Zusammenstellen, denn aus Platzgründen sind die beiden ziemlich zerlegt. Gott sei Dank haben wir dort die Resourcen der ansässigen Experimental Aircraft Association zur Verfügung, so dass werkzeugmäßig und platzmäßig das kein Problem darstellen sollte. Wir werden ja sehen.... Immerhin haben wir uns bis inklusive Montag Zeit gegeben, alles flugklar zu kriegen.

Das wär's zunächst. Wir werden versuchen, tägliche Updates und Fotos zu posten. Sobald wir in der Luft sind, findet ihr hier auch einen live GPS-Track, der ca. alle 15 Minuten aktualisiert wird.

Grüße, -- Chris und Robert.

 

Tag 0 - 15. Mai, Ankunft in Boston

Nach einer langen Nacht des Verabschiedens von Freunden und Familie war heute früh aufstehen angesagt. Wir wollten rechtzeitig am Flughafen sein und uns noch akzeptable Sitzplätze reservieren, die unserer Größe (beide über 1,90 m) halbwegs gerecht werden. Zuerst ging´s nach Amsterdam und danach dann über den großen Teich nach Boston.

Robert Müntz in AmsterdamRobert in Amsterdam, wie er jede freie Minute nützt um seine Webseite aufnahmebereit für unsere Reiseberichte zu machen. So praktisch ein modernen kleiner Laptop auch ist, so lächerlich schaut es aus, wenn ihn ein erwachsener Mann auf seinen Knien balanciert und gleichzeitig zu bedienen versucht. Naja, scheinbar hat´s ja doch funktioniert.

Der Flug nach Boston dauerte 8 Stunden und war trotz der nonstop genossenen Hollywoodschinken gegen Ende schon ziemlich schwer zu ertragen. Umso schöner war die Ankunft, die bei mir (Chris) schöne Erinnerungen an meine Studienzeit hervorrief. Das Wetter war einladend, und wir bedauerten, nicht sofort mit unseren Gyros die Welt von oben betrachten zu können. Hier bin ich mit all unseren Habseligkeiten vor dem Flughafen Boston zu sehen.

Boston TunnelNachdem wir uns ein Auto gemietet hatten, ging es etwa 30 Meilen nach Norden in eine Kleinstadt namens Methuen, wo wir unsere Zelte aufschlugen. Dies auch deswegen, da sich Methuen nur wenige Kilometer von unserem Abflugplatz Lawrence (KLWM) befindet. Die nächsten Bilder sind einfach unsere ersten Impressionen von Boston, die Robert voller Begeisterung aus dem Auto geschossen hat.

Die Zeitverschiebung von 6 Stunden macht uns ein bisschen zu schaffen, aber hauptsächlich ärgere ich mich, dass ich meine Funkuhr nicht umstellen kann. So zeigt die immer noch die Zeit in Österreich an und weigert sich standhaft, den Ortswechsel zu akzeptieren. Aber morgen will ich mir die Bedienungsanleitung aus dem Web herunterladen und ihr gehörig zu Leibe rücken. Wär doch gelacht!

Nach einem ausgiebigen und typisch „New England“ Abendessen sitzen wir jetzt noch im Zimmer und besprechen die nächsten Tage. Morgen sollen ja schon gegen 8:30 Uhr die Gyros eintreffen, die dann entladen und zusammengebaut werden müssen. Mehr haben wir uns für morgen noch nicht vorgenommen. Ein bisschen ungewiss blicken wir noch der Herausforderung des Zusammenbauens entgegen...

 

Tag 1 - Zusammenbau

Öffnen des LKWsWir waren wegen der Zeitdifferenz bereits um 4 Uhr morgens hellwach. Frühstück im Hotel gibt’s erst ab 6 Uhr, deshalb haben wir die 2 Stunden mit eMail Lesen, Internetsurfen und Tagesplanung verbracht.

Es war vereinbart, dass wir den LKW mit unseren Gyros um 8:30 Uhr treffen. Um 8:25 Uhr erhielten wir einen Anruf, dass die Ankunft pünktlich in 5 Minuten erfolgen würde. Wir saßen gerade mit Pipo über einem Kaffee und stürzten diesen in großen Schlucken hinunter, um den LKW-Fahrer rechtzeitig am Eingangstor zum Flugplatz zu treffen. (Pipo ist ein Bekannter vor Ort, der uns mit der Logistik, Hangar, Werkzeug und sonst noch vielem hilft.) Wir waren natürlich neugierig, in welchem Zustand wir unsere Gyros vorfinden würden. Deshalb versammelten wir uns alle um den LKW-Fahrer herum, als dieser die Tür des Sesams öffnete.

Gyro mit SpanngurtenEin Gewirr von gelben Spanngurten, Gyroteilen und Verpackungsfolie, das Robert einigermaßen verwirrt begutachtete. Das Entladen der Gyros benötigte länger, als wir geplant hatten. Dies vor allem deshalb, da jeder der vier Anwesenden eine andere Strategie verfolgte und die höfliche Koordination deswegen etwas mehr Zeit beanspruchte. Schließlich schafften wir das Entladen doch, ohne die Gyros zu beschädigen und begannen sofort mit dem Zusammenbauen.

Zusammenbau des GyrokopterUnverhofft tauchte dann auch noch Sweeny auf, der von unserem Vorhaben aus dem Internet erfahren hatte. Da er sich sehr für Gyros interessierte, hatte er kurz entschlossen sein Werkzeug zusammengepackt und sich auf den Weg auf den Flugplatz gemacht. Dort half er bis zum bitteren Ende voller Tatendrang und mit viel Humor mit. Wer sagt da noch, das Internet sei der Kommunikation und dem zwischenmenschlichen Kontakt abträglich?

Schließlich, um ungefähr 2 Uhr, war das Knurren unserer Mägen nicht mehr zu überhören und wir fielen in einem Sandwichladen zum Mittagessen ein. Rebecca hat uns auch noch in ihrem wunderschönen 62er Desoto begleitet.

Gyrokopter fast fertigKurz vor 6 Uhr waren wir dann soweit - die Gyros waren fertig zusammengebaut.

In der Zwischenzeit hatten wir 2 Fahrten zu einer Eisenwarenhandlung gemacht um noch fehlende Bolzen, Beilagscheiben und Abdeckplanen zu besorgen, die aufgrund der Nachlässigkeit des Herstellers beim Versand auf der Strecke geblieben waren. Naja...

Gyrokopter zusammengebautAm Ende erfüllte uns alle ein wohliges Erfolgsgefühl, als wir die beiden Gyros fertig vor dem Hangar stehen sahen. Ich hatte einen steifen Rücken, ein Helfer blutete vom Finger und Robert hatte sich mit Benzin von oben bis unten nass gemacht. Dies trug aber nur dazu bei, das Erfolgsgefühl zu intensivieren. Ein paar Dinge sind noch zu erledigen, wie zB das Bremssystem des roten Gyros zu entlüften und neue Abdeckplanen zu kaufen. Morgen ist auch noch ein Tag.

Amerikanisches AutoEinige Besucher, die während des Tages vorbeischauten, waren von unserem Vorhaben, mit den Gyros nach San Diego zu fliegen, richtig angetan. Dies trug aber nur dazu bei, unsere Vorfreude auf die bevorstehende Reise zu steigern.

Morgen sind noch ein paar Kleinigkeiten an den Gyros zu erledigen. Dann haben wir vor, wenn noch Zeit bleibt, mit Pippo und Sweeny eine Tour nach Plum Island zu fliegen.

-- Robert & Chris.

 

Fotoalbum der USA Reise im Gyrokopter